Johnson Controls baut Präsenz in Europa weiter aus
Johnson Controls verdoppelt die Produktionskapazität und stärkt Testmöglichkeiten für industrielle Großwärmepumpen im dänischen Werk Holme bei Aarhus.
Damit stärkt das Unternehmen seine Produktions- und Testkapazitäten für industrielle Großwärmepumpen, um der steigenden Nachfrage in Europa gerecht zu werden. Der Ausbau des Standorts, der vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben wird, trägt dazu bei, die europäische Fertigungskompetenz von Johnson Controls auszubauen und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
Kunden-Experience- und Testzentrum
Die Erweiterung umfasst 2.300 m² zusätzliche Produktionsfläche sowie ein 1.800 m² großes Kunden-Experience- und Testzentrum, das den aktuellen Prüfnormen der European Heat Pump Association gemäß EN 14511 entspricht. Dadurch stärkt Johnson Controls seine Fähigkeit, leistungsstarke Wärmepumpen für den Einsatz in Fernwärme, in der öffentlichen Infrastruktur und in industriellen Anwendungen zu entwickeln, zu produzieren und zu testen. Zu den Anwendungsfällen zählen auch kritische Umgebungen wie Forschungscampus, Life-Science-Labore, Universitäten sowie Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Das Projekt schafft über 100 neue Arbeitsplätze und umfasst die Modernisierung bestehender Gebäude am Standort.
Langfristiges Engagement
„Mit jahrzehntelanger Fertigungskompetenz in Europa und einer marktführenden Position bei gewerblichen und großtechnischen Wärmepumpen unterstreicht diese Erweiterung in Holme unser langfristiges Engagement, hier vor Ort wichtige Technologien für Europa zu entwickeln“, sagt Richard Lek, President EMEA bei Johnson Controls. „Durch die Skalierung der Produktion und die Erprobung großer Wärmepumpen unter realen Bedingungen unterstützen wir Kommunen und energieintensive Industrien dabei, ihre Wärmeversorgung zu elektrifizieren, Kosten zu senken und Emissionen zu reduzieren – mit Lösungen, die in Europa entwickelt, gebaut und getestet werden.“
Großwärmepumpen mit Potenzial
Nach Angaben der European Heat Pump Association macht Wärme mehr als 60 % des Energieverbrauchs der europäischen Industrie aus. Das treibt Kosten in die Höhe und bindet Ressourcen, die sonst für Innovationen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden könnten. Moderne Großwärmepumpen bieten Städten und Industrieunternehmen die Möglichkeit, natürliche Wärmequellen und Abwärme aus Abwasser, Meerwasser, Geothermie oder industriellen Prozessen effizient zu nutzen. Die bislang ungenutzte Energie kann in bezahlbare, kohlenstoffarme Wärme umgewandelt werden. Im Jahr 2025 halfen die Wärmepumpenlösungen von Johnson Controls nach Unternehmensangaben Kunden dabei, ihre Betriebskosten um bis zu 32 % zu senken und ihre Emissionen um bis zu 55 % zu reduzieren.
Kompetenzzentrum für Fernwärmetechnologie
Im Werk in Holme produziert Johnson Controls kundenspezifische Wärmepumpen und Kältemaschinen der Marke Sabroe sowie wiederaufbereitete Ersatzteile für den Ersatzteilmarkt und die Schifffahrt. Die Technologien verwenden Kältemittel mit extrem niedrigem Treibhauspotenzial (GWP), die den neuen EU-Vorschriften entsprechen, die ab 2027 bzw. 2030 in Kraft treten werden.
„Der Standort bei Aarhus ist seit der Gründung durch Thomas Sabroe im Jahr 1897 ein Zentrum für Innovationen in der Heiz- und Kältetechnik“, sagt Benthe Klokkerholm, Vice President Manufacturing Operations HVAC/R, EMEA bei Johnson Controls. „Mit der Erweiterung stärkt Aarhus seine Rolle als und unterstützt Kunden in ganz Europa und darüber hinaus.“




