Der Auftragseingang in den Unternehmen der Allgemeinen Lufttechnik blieb 2025 unter dem Vorjahr. Seit Beginn des Jahres 2026 zieht die Nachfrage an.
Im Jahr 2025 blieb der Auftragseingang in der Allgemeinen Lufttechnik insgesamt um real 5 % unter dem Vorjahresniveau. Während das Inlandsgeschäft mit einem Rückgang von 14 % deutlich nachgab, wirkten die Auslandsbestellungen mit einem Plus von 5 % stabilisierend. Zu Jahresbeginn 2026 zeigte sich eine spürbare Belebung: In den ersten drei Monaten lag der Auftragseingang insgesamt um 22 % über dem Vorjahreszeitraum, getragen insbesondere vom Ausland (plus 37 %). Allerdings war der Vergleichszeitraum 2025 von sehr schwachen Bestellungen geprägt.

„Wichtig ist jetzt, die Weichen richtig zu stellen: Ein starker europäischer Binnenmarkt, offene Märkte und verlässliche handelspolitische Rahmenbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für Wachstum“, erklärt Robert Hild, Geschäftsführer VDMA Fachverband Allgemeine Lufttechnik. „Die konjunkturelle Entwicklung in der Allgemeinen Lufttechnik ist zweigeteilt. Während das Inlandsgeschäft unter Druck steht, gewinnt das Ausland als Impulsgeber zunehmend an Bedeutung. Es kompensiert im Grunde die schwache Inlandsnachfrage", so Hild. „Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass die Unternehmen der Allgemeinen Lufttechnik auf internationale Märkte angewiesen sind, um konjunkturelle Schwächen im Inland auszugleichen. Dabei bleibt die Entwicklung im Euroraum ein entscheidender Faktor für die weitere Stabilisierung der Nachfrage", erläutert Hild. „Wichtig ist jetzt, die Weichen richtig zu stellen: Ein starker europäischer Binnenmarkt, offene Märkte und verlässliche handelspolitische Rahmenbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für Wachstum."
Der Außenhandel erwies sich im Jahr 2025 als wichtiger Stabilitätsanker für die Branche. Die Exporte der Allgemeinen Lufttechnik aus Deutschland erreichten ein Volumen von 14,5 Mrd. Euro und lagen damit leicht über dem Vorjahr (plus 1 %). Regional zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Während die Exporte in die USA als größten Einzelmarkt moderat um 5 % zurückgingen, fiel der Rückgang in China um 14 % deutlich stärker aus. Der EU-Binnenmarkt behauptete mit einem Wachstum von 2 % seine zentrale Rolle und nahm weiterhin mehr als die Hälfte der Gesamtausfuhren auf.
Diese enge europäische Einbindung spiegelte sich auch auf der Importseite wider. Im Jahr 2025 belief sich der Importwert auf rund 11,6 Mrd. Euro, wovon etwa 7,9 Mrd. Euro aus den 27 Ländern der EU stammten. Die Zahlen verdeutlichen die hohe arbeitsteilige Verflechtung innerhalb Europas.
Die Allgemeine Lufttechnik rechnet für das Jahr 2026 mit einer Stabilisierung der Geschäftsentwicklung und einer nominalen Umsatzsteigerung von rund 1 % gegenüber dem Vorjahr. Wichtige Impulse kommen weiterhin aus den internationalen Märkten sowie aus einer vergleichsweise stabilen Nachfrage in Europa. Allerdings bleibt das Umfeld anspruchsvoll: Geopolitische Spannungen, zunehmender Protektionismus und sehr unterschiedliche Entwicklungen in wichtigen Absatzmärkten sorgen für anhaltende Unsicherheiten. Im Inland dämpfen die schwache Konjunktur, hohe Bürokratielasten und komplexe regulatorische Anforderungen die Investitionsbereitschaft.
Vor diesem Hintergrund erweist sich die breite internationale Aufstellung der Unternehmen als zentraler Faktor für die Stabilität der Branche. Die zu Jahresbeginn leicht gestiegenen Exportzahlen deuten darauf hin, dass das Auslandsgeschäft im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Wachstumsimpulse liefern kann - auch wenn die Entwicklung insgesamt volatil bleibt und stark vom globalen Umfeld abhängt.