Ein Hamburger Start-up macht kühle Räume auch mit Fußbodenheizungen möglich. Wie das funktioniert und welche Förderungen es gibt.
Das Startup Nordwærme will für kühle Räume mittels Fußbodenheizungen sorgen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Das Prinzip sei simpel, erklärt das Unternehmen: Moderne Wärmepumpen lassen sich energieeffizient von Heiz- auf Kühlbetrieb umstellen. In Kombination mit einer Fußbodenheizung von Nordwærme sorgt dies für angenehm kühle Räume. Dabei wird die Temperatur sanft abgesenkt, um die stehende Hitze zu entziehen, ohne die Füße zu unterkühlen.
Der nachträgliche Einbau für eine Fußbodenheizung, die im Sommer auf Kühlbetrieb umgestellt werden kann, ist einfach: Nach dem Entfernen des alten Bodenbelags fräst Nordwærme die Heizkanäle direkt in den Boden. Laut Nordwærme liegen die Kosten für eine nachgerüstete Fußbodenheizung je nach Größe und Boden bei rund 3000–5000 EUR, die Arbeiten brauchen in der Regel rund 2–3 Wochen.
„So können wir die Fußbodenheizung im Sommer und im Winter energiesparend einsetzen“, sagt Sönke Löser, Mitgründer von Nordwærme: „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir unsere Fußbodenheizungen auch in Bestandsgebäuden unkompliziert nachrüsten können.“
Da die Maßnahme die Energieeffizienz des Gebäudes steigert, ist sie staatlich förderfähig. Als Einzelmaßnahme beträgt die Förderung meist 20 % der Investitionssumme. Wird das System im Zuge einer energetischen Erneuerung zusammen mit einer Wärmepumpe installiert, sind Förderungen von über 50 % möglich, schildert Nordwærme. Wer bereits eine aktuelle Wärmepumpe besitzt, benötigt oft nur noch die Fußbodenheizung als passendes Verteilersystem, um die Kühlfunktion freizuschalten. (ab)