Berliner Luft hat für ein Automobilwerk einen 16,65 Meter hohen Edelstahl-Abluftturm mit Schwingungsdämpfung konstruiert.
Für das neue Komponentenwerk eines deutschen Automobilherstellers hat die Berliner Luft Technik GmbH einen 16,65 m hohen Abluftturm hergestellt. Die Sonderkonstruktion führt gefilterte Abluft aus der Fertigungshalle ins Freie und ragt nach Angaben des Unternehmens rund zehn Meter über das Hallendach hinaus.
In dem Werk kommen CO₂-Laser und Lasercutter zum Schweißen und Schneiden von Bauteilen zum Einsatz. Die bei diesen Prozessen entstehenden Emissionen werden abgesaugt und gefiltert. Anschließend gelangt die Abluft über den neu errichteten Turm nach außen.
Der Abluftkamin wurde im Regional Center Süd von Berliner Luft im bayerischen Obertaufkirchen gefertigt. „Das war ein außergewöhnliches Projekt für uns, denn mit seiner Länge von 16,65 m übersteigt der Turm das übliche Standardmaß bei Weitem“, sagt Jan Pomplun, Geschäftsführer der Berliner Luft Technik GmbH.
Der Turm hat einen Durchmesser von 70 cm, eine Wandstärke von 3 mm und eine matt gebeizte Oberfläche. Anders als bei vergleichbaren Konstruktionen wurde der Kamin nach Angaben von Berliner Luft in einem Stück und ohne Flanschteilung gefertigt. Die Abluftleitung ist seitlich in einem Winkel von 90 ° an den Turm angeschlossen und hat einen Durchmesser von 500 mm. Ein integrierter Ablaufboden sammelt Flüssigkeit, die im Inneren des Kamins anfällt. Über ein seitliches Entwässerungssystem wird sie kontrolliert abgeleitet.

„Aufgrund seiner Länge musste der Lüftungsturm mit einem Kran durch das Dach der Fertigungshalle hinuntergelassen werden“, erklärt Josef Oßner aus dem Vertrieb für Prozesslufttechnik bei Berliner Luft. Das beauftragte Kaminbauunternehmen montierte den Abluftturm auf einer freistehenden Tragkonstruktion, einem sogenannten Königsstuhl. Diese Konstruktion stabilisiert den Turm seitlich. Die durch Wind und den Betrieb entstehenden horizontalen Kräfte werden in die Gebäudestruktur eingeleitet. Die vertikalen Lasten gelangen über die Bodenplatte in das Fundament.
Mehrere seitliche Längssteifen erhöhen die Stabilität der Konstruktion. Zusätzlich befindet sich am oberen Ende ein Flüssigkeits-Schwingungsdämpfer. Dieser soll windbedingte Bewegungen des Turms reduzieren und damit zu einem ruhigeren Betrieb beitragen.
Am Turmkopf ist außerdem ein abnehmbares Vogelschutzgitter montiert. Es verhindert, dass Vögel in den Abluftkamin gelangen. Die Ausführung als abnehmbares Bauteil ermöglicht den Zugang zum oberen Ende des Turms. (pl)