Mit Port-A-Cool starkes Umsatzplus
Der Schweizer Klima- und Fertigungstechnikkonzern Walter Meier steigerte im Jahr 2012 den Umsatz um 11,9 % auf 717,8 Mio. CHF. Bereinigt um Währungs-und Konsolidierungseffekte resultierte ein organisches Wachstum in Höhe von 1,9 %. Besonders ergebnisrelevant waren eine Akquisition und die Euro-Schwäche.
Nach 641,7 Mio CHF im Vorjahr steigerte die Walter Meier AG, Schwerzenbach/CH,ihren Umsatz auf 717,8 Mio. CHF im vergangenen Jahr. Mit rund 64 % weist dabei der Konzernbereich Luftbefeuchtung & Verdunstungskühlung das mit Abstand größte Umsatzwachstum aus, welches jedoch fast ausschließlich auf die Akquisition des amerikanischen Spezialisten für Verdunstungskühlung, Port-A-Cool, zurückzuführen ist. Organisch resultiert ein leichter Umsatzrückgang von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Konzernbereich Tools hingegen konnte organisch wachsen (plus 9,5 % gegenüber 2011). Hauptgrund hierfür waren die anhaltenden Erfolge im amerikanischen Markt für Bau- und Industrieausrüstung.
Im Konzernbereich Klima verhinderte der starke Schweizer Franken eine Fortsetzung des organischen Wachstums der Vorjahre. Für 2012 resultiert ein ausgewiesener Umsatzrückgang in Höhe von 2,7 %, der sich organisch auf ein Minus von 0,4 % verringert. Der Konzernbereich Fertigungslösungen konnte, trotz der verhaltenen Entwicklung der metallverarbeitenden Industrie in der Schweiz, das erfreuliche Vorjahresergebnis annähernd halten und schloss das Geschäftsjahr mit einem leichten Umsatzminus von 2,0 % ab.
Walter Meier erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen EBITDA von 80,9 Mio. CHF, nach 69,4 Mio. CHF im Vorjahr. Der EBIT konnte im Vorjahresvergleich um 14,5 % auf 64,7 Mio. CHF (Vorjahr 56,5 Mio. CHF) gesteigert werden. Zu dieser erfreulichen Entwicklung des operativen Ergebnisses trugen vor allem die Konzernbereiche Luftbefeuchtung & Verdunstungskühlung sowie Tools bei, wobei die Verdunstungskühlung vom Zugang der Port-A-Cool profitierte. Die Steigerung des EBIT führt auf Konzernstufe zu einer Stabilisierung der EBIT -Marge geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (9,0 %).
Der Konzerngewinn belief sich auf 54,1 Mio. CHF, nach 51,9 Mio. CHF im Vorjahr. Hauptgründe für die im Vergleich zum operativen Ergebnis unterproportionale Steigerung sind das rückläufige Finanzergebnis (unter anderem aufgrund der gestiegenen Finanzierungskosten) und die deutlich höhere Steuerquote. Diese stieg von 10,0 % im Vorjahr auf noch immer recht niedrige 14,1 % an, was im Wesentlichen auf die inzwischen nahezu vollständige Aktivierung der insbesondere in den USA verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge zurückzuführen ist. Als Folge der diversen Aktienrückkäufe steigerte sich der Gewinn pro Aktie gegenüber dem Vorjahr von 24,54 CHF überproportional auf 26,26 CHF. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag von 355,8 Mio. CHF auf 410,2 Mio. CHF. Dies ist im Wesentlichen auf die Akquisitionen von Port-A-Cool sowie der MWH Barcol-Air-Gruppe zurückzuführen. Per Ende 2012 resultierte eine reduzierte Eigenkapitalquote von 41,2 % (Vorjahr 55,6 %). Die Veränderung des Eigenkapitals war überwiegend geprägt durch die beiden Rückkaufprogramme eigener Aktien durch Ausgabe von Put-Optionen anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums sowie der regulären Dividendenausschüttung.




