Branchenvertreter diskutierten über die neuesten Entwicklungen in der Kälte- und Klimatechnik im Lebensmittel-Einzelhandel. Das waren die Highlights.
Am 25. Juni 2026 trafen sich Vertreter aus Handel, Industrie, Planung, Anlagenbau und Fachhandwerk zum 17. Supermarkt-Symposium in Darmstadt. Die Veranstaltung wurde vom Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV) und dem Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) ausgerichtet. Unter dem Leitthema „Der Supermarkt der Zukunft“ boten 13 Fachvorträge einen Überblick über die Kälte- und Klimatechnik für den Lebensmittel-Einzelhandel.
Ein zentraler Schwerpunkt war die Frage, wie der Supermarkt der Zukunft technisch, wirtschaftlich und regulatorisch gestaltet werden kann. Dabei spielten natürliche Kältemittel eine wichtige Rolle. Mehrere Vorträge beschäftigten sich mit aktuellen Entwicklungen beim Einsatz von CO₂ und Kohlenwasserstoffen sowie mit den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen in Neu- und Bestandsanlagen. Auch Aspekte der Risiko- und Effizienzbewertung sowie praktische Erfahrungen aus realisierten Projekten wurden beleuchtet.

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen der europäischen F-Gase-Verordnung sowie der Chemikalien-Klimaschutzverordnung auf die Zertifizierungsvorgaben für den Umgang mit Kältemitteln wurden ebenso diskutiert wie neue Anforderungen an die Cybersicherheit. Vor dem Hintergrund der NIS2-Richtlinie und des Cyber Resilience Act wurde deutlich, dass Kälteanlagen zunehmend Bestandteil kritischer digitaler Infrastrukturen werden.
Zudem gab es Praxisberichte zu ganzheitlichen Klimatisierungskonzepten, Waterloop-Systemen, Wärmerückgewinnung aus CO₂-Kälteanlagen sowie intelligente Lösungen zur bedarfsgerechten Kühlung von Kühlräumen. Erfahrungsberichte aus dem Supermarktbetrieb, Sicherheitsaspekte sowie einen Ausblick auf künftige Fördermöglichkeiten für Kälteanlagen und Effizienzmaßnahmen ergänzten das Programm. (ab)