Kälte-, Lüftungs- und Klimatechnik bieten für Abiturienten und Ingenieure Berufsfelder mit Zukunft. Wer Kältetechnik studieren möchte, hat einige Möglichkeiten.
Die Kälte- und Klimabranche ist ein Wirtschaftszweig, der kontinuierlich wächst und hohe Nachfrage bei unterschiedlichen Zielgruppen genießt. Vor diesem Hintergrund sind Fachkräfte für die gesamte Branche unverzichtbar, die die Herausforderungen in Zukunft meistern. In Deutschland gibt es Hochschulen, an denen man unter anderem die Fachrichtung Kältetechnik – auch in dualer Form – studieren kann. Außerdem gibt es gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten für Ingenieure und Techniker aus der Kälte- und Klimabranche.
Der Studienschwerpunkt der Bachelorstudiengänge Maschinenbau und Mechatronik liegt auf Kälte-, Umwelt- und Klimatechnik (KKU). Parallel zu Vorlesungen und Seminaren arbeiten die Studierenden in aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit. Darüber hinaus bietet die Hochschule die kostenlose Mitgliedschaft im Deutschen Kälte- und klimatechnischen Verein (DKV) an. Absolventen des Maschinenbau-Bachelorstudiengangs (B. Eng.) können sich den anschließenden Masterstudiengang wählen, in dem die Fachrichtung KKU nochmals vertieft wird. Zu den Inhalten des Masterstudiengangs gehören unter anderem die Energieeffizienz in der Kälte- und Klimatechnik und die Simulation thermischer Systeme.
Zum Studienangebot gehört Gebäude-, Energie- und Klimatechnik mit einem Bachelor- oder Diplom-Abschluss. Bis zum vierten Semester könne man sich endgültig für den B. Eng. (sechs Semester) oder für den Dipl.-Ing. (FH) mit acht Semestern entscheiden. Neben den Grundlagen wie Technische Mathematik, Strömungslehre und Thermodynamik wird das Studium der Kältetechnik ab dem vierten Semester in den Vordergrund gestellt. Der Diplomstudiengang setzt ab dem siebten und achten Semester die Schwerpunkte Klima- und Kältetechnik sowie die Gebäudesimulation. Sowohl beim Bachelor- als auch beim Diplomstudium sind Praxismodule und -semester vorgesehen.
Der Studiengang Bauklimatik (BK) mit dem Abschluss B. Eng. hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern. Während des Studiums verknüpfen die Studierenden Wissen aus der Architektur mit Lerninhalten aus der Gebäudetechnik. Dazu gehört auch die Heizungs- und Klimatechnik.
Der Bachelorstudiengang Energie- und Gebäudetechnik wird als Vollzeitstudium mit sieben Semestern sowie als duales Studium mit neun Semestern angeboten. Bei der dualen Variante verläuft es parallel zu einer Berufsausbildung im Bereich der Energie- und Gebäudetechnik in einem Ausbildungsunternehmen. Darüber hinaus können die Studierenden auch aktiv in einem Fachunternehmen mitarbeiten. Ziel beider Studienarten ist es, den fachlichen und interdisziplinären Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Studienschwerpunkte sind unter anderem die Raumlufttechnik, die Gebäudeautomation und digitale Planungsmethoden.
Das Bachelorstudium Haus-, Energie- und Anlagentechnik (HEAT) ist ein Teilzeit-Studium mit einer Regelstudienzeit von neun Semestern. Zudem ist HEAT mit einer Meisterausbildung im Installateur- und Heizungsbauer Handwerk verbunden. Neben ingenieurwissenschaftlichen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen beinhaltet das Studium ab dem dritten Semester fachspezifische Module, wozu die Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik gehört.
Andere Hochschulen und Universitäten bieten auch duale Studiengänge an.
Studiumplus steht für das duale Studienprogramm der THM. Bei Studiumplus erwerben die Maschinenbau-Studierenden der dualen Fachrichtung Kälte- und Klimatechnik ihren Bachelor-Abschluss und sammeln Praxiserfahrung in einem Partnerunternehmen von Studiumplus. Während der Studienzeit beschäftigen sie sich mit der Entwicklung und Produktion von effizienten sowie klima- und umweltfreundlichen Heizungssystemen. Seit dem Wintersemester 2024/25 besteht zwischen Studiumplus und der Europäischen Studienakademie Kälte-Klima-Lüftung (ESaK) eine Kooperation. Während des Studiums gibt es verschiedene Wahlpflichtmodule wie zum Beispiel „Komponenten der Kältetechnik“. Diese werden von den Dozenten und Dozentinnen der ESaK in den akademieeigenen Laboren durchgeführt.
Die ESaK (Europäische Studienakademie Kälte-Klima-Lüftung) bietet den dualen Studiengang Klimasystemtechnik an, der sich mit den relevanten Belangen der Kälte- und Klimabranche beschäftigt. Die Grundlagen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik sind weitere Studieninhalte. Innerhalb von sechs Semestern lernen die Studierenden unternehmensspezifisch betriebliche Strukturen und mögliche Tätigkeitsfelder nach dem Studium kennen.
Verschiedene Bildungsträger bieten die Fort- und Weiterbildungen zum staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik an. Allerdings sind die Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik oder ein ingenieurwissenschaftliches Studium die Voraussetzung für eine Fort- oder Weiterbildung.