VAU Thermotech in Heldrungen fertigt seit kurzem A-Teile für Wärmetauscher vollautomatisch. „Die CLX 450 V6 macht uns unabhängig von externen Lohnfertigern – auch ‚ausgefallene Werkstücke sind möglich.“ Wie, erklärt Meister Markus Langbein.
Mit der Inbetriebnahme des 5-Achs-Bearbeitungszentrums CLX 450 V6 hat VAU Thermotech mit Sitz in Heldrungen seine Zerspanung konsequent weiter automatisiert. Selbst anspruchsvolle Teile für Wärmetauscher entstehen nun vollautomatisch und in nur einer Aufspannung. Welche Rolle die Maschine für Effizienz, Flexibilität und Unabhängigkeit von externen Lohnfertigern spielt und welche konkreten Vorteile sich im Fertigungsalltag ergeben, erklärt Markus Langbein, Meister bei VAU Thermotech, im Interview.
Markus Langbein: Nicht ganz. Das CNC-gesteuerte 5-Achs-Bearbeitungszentrum CLX 450 V6 von DMG Mori ermöglicht uns die Fertigung von Gewinden und Lötstutzen für Plattenwärmetauscher in einem durchgängigen Prozess. Dank der Ausstattung mit Haupt- und Gegenspindel erfolgt die Übergabe der Werkstücke automatisiert. Während der vollständigen Bearbeitung aller sechs Seiten ist also kein manuelles Umspannen nötig. Das reduziert Eingriffe im Prozess und sorgt für eine konstant hohe Bearbeitungsqualität. Das Schnellspannfutter verkürzt die Rüstzeiten beim Wechsel von Spannbacken oder Spannköpfen deutlich. Gleichzeitig gewährleistet es insbesondere bei der Stangenbearbeitung und bei hohen Drehzahlen eine hohe Haltekraft, minimiert Vibrationen und verbessert die Oberflächengüte der Werkstücke.
Markus Langbein: Nein. Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Die Maschine zeichnet sich durch zuverlässige Abläufe und eine gut beherrschbare Prozessführung aus. Eine zusätzliche Automatisierung durch einen Roboter ist derzeit nicht erforderlich – die Bearbeitung läuft bereits so effizient, dass sich die Frage stellt, wer hier eigentlich wen ersetzen würde.
Markus Langbein: Aktuell fertigen wir Werkstücke mit einem Materialdurchmesser zwischen 28 und 65 mm und einer Länge von bis zu 300 m. Theoretisch könnten wir aber auch auf Kundenwunsch Werkstücke mit einem maximalen Drehdurchmesser von bis zu 400 mm und einer Drehlänge von ca. 830 mm herstellen. Hauptsächlich bearbeiten wir Stahl und Edelstähle. Die Maschine läuft im Einschichtbetrieb mit einem nachfolgenden Sicherheitsprogramm (After-Work-Programm).



Markus Langbein: Die Universaldrehmaschine macht uns unabhängig von externen Lohnfertigern. Wir können Werkstücke jederzeit und in der von uns benötigten Präzision und Qualität herstellen. Außerdem können wir auch auf die Wünsche unserer Kunden reagieren und auch „ausgefallenere“ Werkstücke – wie beispielsweise Stutzen mit Spezialgewinden – herstellen.
Markus Langbein: Bis auf das Material Einlegen und Programmieren erfolgen alle Arbeitsschritte vom Bohren über das Gewindeschneiden bis hin zum Entgraten vollautomatisiert und in einer einzigen Aufspannung. Das fertige Produkt wird von einem internen Teilefänger aufgesammelt und über ein Transportband ausgegeben. Manuelle Eingriffe in den Fertigungsprozess entfallen somit – wie das Umrüsten von Werkzeugen oder das Entnehmen der Werkstücke – und die Maschine kann unterbrechungsfrei durchlaufen. Das spart natürlich Zeit während der Fertigung und beschleunigt den Herstellungsprozess. Insgesamt sind wir bei VAU Thermotech mit dem 5-Achs-Bearbeitungszentrum CLX 450 V6 von DMG Mori wesentlich effizienter und flexibler geworden und können eine gleichbleibende Qualität unserer Werkstücke auf einem sehr hohen Niveau garantieren.
Von Harald Klieber und Anja Krtscha