Die Stiftung Warentest berichtet über Split-Klimageräte. Die Bilanz ist positiv: Kühlen und Heizen mit der Technik kann Geldbeutel und Umwelt schonen.
Unter dem Titel „Kühlen ohne Kostenfalle“ informiert die Stiftung Warentest über das Kühlen und Heizen mit Split-Klimageräten. Sie bewertet die große Mehrheit der geprüften Geräte mit der Note „Gut“. Die Warentester berücksichtigten hierbei auch den Heizbetrieb. In ihrer Beispielrechnung gehen sie davon aus, dass das Gerät etwa 80 % des Heizens übernimmt und eine Gasheizung die restlichen 20 %.
Sie kommen zum Ergebnis, dass selbst mit den weniger effizienten Exemplaren der getesteten Geräte die Heizkosten geringer sind als beim reinen Heizen mit Gas. Die Ersparnis ist in der Modellrechnung sogar größer als die Kühlkosten im Sommer. Zudem verringern sich die Treibhausgas-Emissionen. „Wer Geräte mit hoher Energieeffizienzklasse einsetzt, kann mit geringem Energieverbrauch angenehme Raumtemperaturen erreichen“, erklärt Lucas M. van Stephoudt, Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK).
Auch bei der Schnelligkeit können die Geräte punkten. Selbst das langsamste Gerät brauchte nur 26 min, um ein 25 m² großes Zimmer von 15 auf 25 °C aufzuheizen. Beim Kühlen schaffte das schnellste Gerät eine Absenkung der Temperatur von 35 auf 25 °C in 23 Minuten. Ein weiterer wichtiger Vorteil an schwülheißen Sommertagen besteht darin, dass die Geräte die Luft entfeuchten können – im Gegensatz zu Luftkühlern, bei denen die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass etliche Geräte aus dem Test unter bestimmten Voraussetzungen als Luft-Luft-Wärmepumpen förderfähig sind. Ihr Tipp lautet, dass die Umwelt profitiere, wenn die Klimageräte auch zum Heizen genutzt werden, anstelle von Gas oder Öl. Fazit der Warentester: Die Geräte belasten das Klima im Heizbetrieb erheblich weniger als die fossile Heizung.
Split-Klimageräte sollen auch einen Beitrag dazu leisten können, die Belastung durch sommerliche Hitze zu verringern. Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, plädiert dafür, dass Hitzeschutz verbindlich in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz integriert werden müsse. Der FGK weist darauf hin, dass zum Hitzeschutz in Gebäuden neben Verschattung und Nachtlüftung auch die Kühlung gehört. „Wenn Verschattung und Nachtlüftung nicht ausreichen oder gar nicht möglich sind, bieten sich Split-Klimageräte als energieeffiziente ergänzende Lösung an, die verhältnismäßig einfach nachgerüstet werden kann“, erklärt van Stephoudt. (ab)