Das Förderprogramm der BFS bildet internationale Fachkräfte im Umgang mit natürlichen Kältemitteln aus. Damit soll die Energieeffizienz von Kälteanlagen weltweit verbessert werden.
Die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS) in Maintal veranstaltete im Juli mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein internationales „Cool Training“. Elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Uganda, Tansania, Bangladesch, Botswana, Panama, Ecuador und Usbekistan bildeten sich über den sicheren Umgang mit natürlichen Kältemitteln fort. Die Gruppe bestand aus sieben GIZ-Mitarbeitern sowie vier Ingenieuren des Umwelt- und Energieprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Damit will das Programm einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Energieeffizienz von Kälte- und Klimaanlagen leisten.
Das Training kombinierte theoretische Inhalte mit umfangreichen Praxisübungen. Behandelt wurden u. a. Fügetechniken, moderne Verfahren zur Lecksuche, sichere Arbeitsstrategien beim Einsatz von Propan sowie praktische Demonstrationen an Kälteanlagen mit CO₂ und Propan. Besonderes Augenmerk lag auf der Vermeidung von Leckagen und Zündquellen sowie auf sicheren Arbeitsabläufen beim Bau und der Wartung entsprechender Anlagen.



Welchen Stellenwert die Schulung für die internationale Klimapolitik hat, zeigt das Beispiel Bangladesch. Dort begleitet GIZ Proklima derzeit den Umstieg auf das natürliche Kältemittel R290 in der Raumklimatisierung. Parallel entsteht ein nationales Ausbildungsprogramm für rund 250 Servicetechniker. „Der Techniker steht nicht am Ende dieses Wandels. Der Techniker ist der Motor dieses Wandels“, betonte Faisal Khan, Berater bei GIZ Proklima in Bangladesch, der an der BFS-Schulung teilnahm.
Seit dem Start des „Cool Training“-Programms im Jahr 2014 wurden bereits Hunderte Fachkräfte aus rund 70 Ländern geschult und zu Multiplikatoren für nachhaltige Kälte- und Klimatechnik ausgebildet. (ab)